Social Profit

Zielsetzung

Geschäftsberichte von sowohl gewerblichen als auch gemeinnützigen Unternehmen der Sozialwirtschaft weisen vor allem Finanz­kennzahlen aus. Damit dominiert in der Bericht­erstattung lediglich der kommerzielle Erfolg. Im Grunde ist bei sozialen Unternehmen aber eine Sachziel­erreichung gefragt, denn die Sachziele sind deren Legitimations­basis. Die Ansätze zur objektiven Messung der Sachziele sind vielfältig, jedoch fehlt bislang im Bereich der sozialen Dienstleistungen ein standardisiertes Verfahren.

Projektinhalt

Durch ein standardisiertes Verfahren zur objektiven Messung der Sachziele gilt es, einen rechnerischen Nachweis in Form der Kennzahl „Social Profit“ (zu verstehen als Sozialerfolg respektive Social Return on Investment) zu ermitteln. So kann die Nachhaltigkeit und der Nutzen des sozialen Wirtschaftens bewertet und vergleichbar gemacht werden. Als Teil des inner­organisatorischen Monitoring- und Reporting-Systems können an den Social Profit künftige Entwicklungs­entscheidungen geknüpft werden. Aber auch die (öffentlichen) Finanzierungs­träger profitieren von dieser Kennzahl und ihrer zusätzlichen Informations­funktion.

Aktueller Stand

Die Grundlagen zur Kennzahl „Social Profit“ wurden im Rahmen eines fortlaufenden Forschungs­projekts des OPINIO Forschungs­instituts entwickelt. Auf Basis dieser ersten aus der Praxis gewonnenen Erkenntnisse findet gegenwärtig eine Diskussion und Weiter­entwicklung des Konzepts statt, um eine möglichst vielfältige Übertragung auf weitere Gebiete der Gesundheits- und Sozial­wirtschaft zu erreichen.

Ein aktuelles Ergebnis des Projekts ist die Publikation des Buchbeitrags „Social Profit – Ein Steuerungs- und Legitimations­instrument für die Sozia­lwirtschaft?“.
Die Autoren stellen darin anhand eines Praxis­beispiels einen Ansatz vor, mit dem die Wirkungen sozialer Arbeit in einer Kennzahl erfasst werden können. (Bareiß, A./Knoke, M./Meister, A./Merk, J.: Social Profit – Ein Steuerungs- und Legitimations­instrument für die Sozial­wirtschaft?, in: Das Publicness-Puzzle – Öffentliche Aufgaben­erfüllung zwischen Staat und Markt, hrsg. von Knoke, M. u.a., Lage 2014, S. 269-280)